Stichprobenrevitalisierung der Studie „Deutsche Nachkriegskinder 1952-1961“ - Digitale Methoden und Open Science

Einleitung

Für die sogenannte Nachkriegskinder-Studie wurden Unmengen an Lochkarten von Sekretärinnen anhand der über 4800 Akten gelocht und die Ergebnisse mittels Großrechner auf Endlospapier ausgedruckt. Die Akten wurden im Rahmen der Studie "Deutsche Nachkriegskinder" angelegt, die von 1952 bis 1961 und teils noch darüber hinaus lief. An jedem der Standorte Bonn, Frankfurt am Main, Stuttgart, Nürnberg, Remscheid und Grevenbroich wurden jeweils etwa 500 "Nachkriegskinder" (geb. 1944/45) und 300 "Kriegskinder" (geb. 1938/39) untersucht. Die Längsschnittstudie war interdisziplinär angelegt. So arbeiteten Mediziner, Psychologen und Soziologen zusammen um die Frage nach dem Befinden der Nachkriegsgeneration zu beantworten:

((Zitat einfügen))

Schnell stellte sich heraus, dass man mit den damals vorhandenen technischen Mitteln nicht alle Daten auswerten kann. Darum legten die Forscherteams gemeinsam in Anleitungen fest, welches Material codiert werden sollte und bevorzugt für erste Ergebnisse ausgewertet wird.

Forschungsstand

Methoden

Wir können jetzt schon sehen, dass die Zukunft immer digitaler wird, oder besser gesagt, in der Vernetzung von digitalen und klassischen Möglichkeiten zur Wissensgenerierung und -verbreitung die größten Chancen liegen. Es ist nicht mehr der Einzelforscher, ein einzelnes Genius, sondern immer häufiger Teamplayer und digital vernetzte Forscher über die Disziplin hinaus, die unter digitalen Bedingungen die besten Ergebnisse erreichen; oft wird an ganz unerwarteten Stellen geforscht und Wissen generiert, und dort wo man es erwarten würde, z.B. an den Universitäten, werden die Bedingungen dazu immer schwieriger, beispielsweise durch hohen Verwaltungsaufwand, der Innovation hemmt. Durch die digitalen Veränderungen brauchen wir Orte, Methoden und Veranstaltungen, mit denen Innovationen entstehen können, aber auch in nachhaltiger Weise fördern, wenn sie sich bewährt haben. OpenScience, eine Wissenschaft, die ihre Quellen, Prozesse und Ergebnisse so weit wie möglich offen legt, zum Mitmachen einlädt, sich auch in unbekannte Felder vorwagt, nicht mit anderen Disziplinen fremdelt und die Ergebnisse teilt und verbreitet, schafft unter digitalen Bedingungen die besten Chancen für Fortschritte in der Wissenschaft.

Die Digital Humanities sind quasi das Labor für die Zukunft der Geisteswissenschaften insgesamt. Das Digitale ist zwar für die Mehrheit der Geisteswissenschaftler und Bürger immer noch Neuland, aber es gibt Experten, die sich seit Jahrzehnten mit diesen Themen beschäftigt haben und die die Zukunft der Forschung schon in der ein oder anderen Form experimentierend vorleben. Diese Experten sind nicht immer die, die durch Titel oder Positionen bereits ausgezeichnet sind, es ist aber auch kein Ausschlusskriterium.

Medien, die unter diesen vernetzten Bedingungen idealen Wissensaustausch und Fortschritt ermöglichen sind:

  • Wikis, wie zum Beispiel die Wikipedia
  • Blogs & soziale Medien, wie zum Beispiel Hypotheses
  • Publikationstools, die aus der Informatik stammen, z.B. Git (Textversionierung) und die innovative Vielzahl der Publikationsmöglichkeiten im Netz, die sich noch nicht wirklich konsolidiert haben. Solche Beispiele könnten auch vorgestellt und diskutiert werden.

Aber auch Veranstaltungsf